Freitag, 2. Juni 2017

Ben Nevis, der Berg der Berge in UK

Ben Nevis Seit 2005 besetzt der Ben Nevis einen Stammplatz in unserem Schottland-Programm (Fotogalerie September 2005). Ohne Gipfeltour auf den Ben Nevis (1.344m) ist eine Reise in den westlichen Highlands für uns unvollständig. Wer Einsamkeit sucht, sollte jedoch die Tour meiden. Obwohl selbst der 17 km lange Normalweg (Walkhighlands: Ben Nevis by the Mountain Path) mit mehr als 1.300m Höhenunterschied beschwerlich ist, wandern ca. 150.000 Hiker alljährlich auf den bis zu 8 Monate im Jahr verschneiten Gipfel. Die Aussicht bleibt meistens bescheiden, denn an 300 Tagen ist der Ben Nevis in Wolken gehüllt und nur selten niederschlagsfrei. In Ferienzeiten mutiert der Normalaufstieg an Wochenenden bei sonnigem Wetter zur Prozessionsstraße. Heute haben wir jedoch weder Ferienzeiten noch Wochenende und das Wetter fällt bestenfalls mittelprächtig aus. Trotzdem wollen hunderte Wanderer auf den Gipfel. Warum? Der Ben Nevis ist der höchste Berg in UK, damit der höchste Munro und ein absolutes Must-do für Munro-Sammler, ein Volkssport in UK. Munro-Bagging mag skurril sein, gefällt uns aber. Nebenbei bietet die Wanderung Einblicke in geologische Erdgeschichte. Nach 3:15 Std. Anstieg und 3:00 Std. Abstieg belohnt uns ein Bier im Ben Nevis Inn. - Fotogalerie Ben Nevis






Freitag, 19. August 2016

Gipfeltour Piz Lad (2808 m) im Obervinschgau

Wanderer am Piz Lad, 2808 m Am Dreiländereck Italien-Schweiz-Österreich bietet der Piz Lad (rätoromanisch für 'breiter Gipfel) als nördlicher Endpunkt der Sesvennagruppe weite Aussichten über den Alpenraum der angrenzenden Länder. Bei günstigen Bedingungen reicht der Blick u.a. bis zur Zugspitze. Die Bedingungen sind jedoch heute ungünstig und fallen deutlich bescheidener aus, als die Prognose des Wetterportals der Provinz Bozen versprach. Von der Reschner Alm (2020 m) erreichen wir in 2 Stunden mit ca. 800 m Anstieg den Gipfel. Das Panorama bleibt versteckt. Vagabundierende Wolkenfetzen öffnen nur kurzfristige Ausblicke auf Reschensee, Alpenhauptkamm, Ortlerberge und Inntal. Vom Gipfelkreuz folgen wir dem großartigen Gratweg nach Süden, der alle Anstrengungen des Aufstiegs belohnt. Eine am Hang ruhende größere Herde Steinböcke interessiert sich für uns deutlich weniger als umgekehrt. Der Abstieg vom Grat ist nicht schwierig, aber teiweise steil und verlangt Konzentration auf rutschigem Untergrund. Auf halber Strecke mündet der Rundweg im Aufstiegsweg, auf dem wir zur Reschner Alm zurückkehren (4 Std. Gesamtzeit). Fotoserie der Tour

Freitag, 12. August 2016

Überschreitung Spitzige Lun (2324 m) im Obervinschgau

Gipfel Spitzige Lun, 2324 m, Ortlerberge Über den Malser Hausberg Spitzige Lun (2324 m) sind wir schon oft gewandert und freuen uns jedes Jahr erneut auf diese Panorama-Tour im Obervinschgau, auf die uns heute Berliner Freunde begleiten. Ausgangsort unserer Überschreitung ist Matsch im Matschertal (ca. 2 Std., 700 Höhenmeter, Anreise von Mals Bahnhof mit dem Bus). Nach aussichtsreichem, unschwierigem Anstieg öffnet sich auf dem Gipfelplateau der Spitzigen Lun ein grandioses Panaroma über den Obervinschgau, die ihn umgebenden Seitentäler und auf weit über den Obervinschgau hinausreichende Gipfel.
Der Abstieg führt nach Planeil im Planeital (ca. 1:10 Std., 730 Höhenmeter). Von Planeil verkehrt eine Buslinie nach Mals, komplett wird die Runde für uns jedoch erst, wenn wir zu Fuß via Malser Oberwaal über Mals zum Falatschhof bei Glurns zurückkehren und dabei weitere 700 Höhenmeter Abstieg in ca. 2 Std. absolvieren. (Ca. 20 km Strecke, 700 m Anstieg, 1430 m Abstieg, 5:10 Std. Wegzeit) - Fotoserie der Wanderung

Sonntag, 7. August 2016

Südtirol 2016: Gipfelglueck am Piz Chavalatsch, 2763 m

Piz Chavalatsch, Ortler, Suldental Vom Stilfser Joch verläuft in Richtung Norden zwischen Münstertal sowie Trafoi- und  Suldental der Fallatschkamm, der im vinschger Haupttal am Glurnser Köpfl ausläuft. Etwa in der Mitte dieses Bergkamms liegt der 2763 m hohe Piz Chavalatsch, ein relativ leicht zu ersteigender Wanderberg, auf dem die Grenze zwischen Schweiz und Italien verläuft. Der in Italien liegende Teil des Kamms ist im Nationalpark Stilfser Joch unter Schutz gestellt. Völlig zu Recht gilt der Piz Chavalatsch als eine der großartigsten Aussichtskanzeln im Vinschgau, weshalb es uns immer wieder auf den Gipfel zieht (Posts 3.09.2013, 31.07.2014). Der Parkplatz am Wildgehege (1740 m) oberhalb von Stilfs ist meistens gut besucht, verfügt aber über ausreichende Kapazität. Bei ca. 1100 Höhenmetern haben sich Fraktionen schnell sortiert. Die meisten Wanderer gehen im Trafoital zur Furkelhütte, 2153 m (420 Höhenmeter, 3,3 km) und genießen einen top Ortler-Blick. Zur 'Großen Oper' gerät  jedoch erst das 360° Panorama auf dem Piz Chavalatsch. Bei Bedingungen, wie wir sie heute antreffen, überblicken wir nahezu den halben Alpenraum, Ortler-Alpen inklusive. Wer heute das Gipfelplateau erreicht, verweilt lange. (2:40 Std. Anstieg, 2:05 Std. Abstieg, 1100 Höhenmeter). - Fotoserie der Wanderung

Donnerstag, 7. Juli 2016

Südtirol 2016: Gipfeltour auf die Kassianspitze (2581 m) in den Sarntaler Alpen

Dolomitenpanorama

Gipfel Kassianspitze, 2581m Gipfel Kassianspitze, 2581m Kapelle und Schutzhaus Latzfonser Kreuz unter dem Gipfel der Kassianspitze
Gestern sind wir östlich des Eisacktals in den westlichen Dolomiten gewandert (Post vom 6.07.2016). Heute wandern wir auf der Westseite des Eisacktals über das Latzfonser Kreuz zum Gipfel der Kassianspitze, 2581 m, im Ostkamm der Sarntaler Alpen.(1)
Fotogalerie der Tour

Dienstag, 28. Juni 2016

Südtirol 2016: Von der Villanderer Alm auf den Villanderer Berg

Granitglobus und Fernrohr auf dem Villanderer Berg

Nach 2 verregneten Tagen kündigte sich gestern auf der Wanderung zur Völseggspitze sonniges Wetter an (Fotoserie 27.06.2016). Wir nutzen die Wetterlage, um eine bereits im Vorjahr angegangene und wetterbedingt nicht beendete Wanderung auf den Villanderer Berg zu realisieren.(1) Auf der Premierentour von der Villanderer Alm über das Totenkirchl und den Totensee zum Panoramagipfel Villanderer Berg genießen wir heute Premiumwetter. Für die mittelschwere Tour mit ca. 800 m Höhenunterschied benötigen wir 4:15 Std. Gesamtgehzeit.(2) Fotogalerie Villanderer Berg

Freitag, 24. Juni 2016

Jubiläumstour auf die Benediktenwand (1801 m) - lang, anstrengend, immer wieder schön, heute zusätzlich heiß

Gipfel BenediktenwandGipfel Benediktenwand Auf der Reise nach Südtirol nutzen wir den Kurzaufenthalt in Murnau am Staffelsee für eine Jubiläumstour auf die Benediktenwand.(1) Aus allen Himmelsrichtung ist der Gipfel zu erreichen. Ein Spaziergang ist die Tour aus keiner Richtung. Bei Tageshitze von mehr als 30 Grad in der Niederung gehen wir den Normalweg ab Benediktbeuern, eine 22,6 km lange Rundtour mit mehr als 1.200 m Höhenunterschied jeweils im An- und Abstieg.(2)
Vom Parkplatz bei Mariabrunn wandern wir über die Kohlstattalm in 2.30 Std. zur Tutzinger Hütte (3) und weitere 1:55 Std. über den mit Drahtseilen gesicherten Ostgrat zum Gipfel.(4) Via Westgrat steigen wir zur Tutzinger Hütte ab (1:10 Std.), von der wir über die Söldneralm und durch das Lainbachtal zurückkehren (2:10 Std.). Hoch zufrieden, aber auch erschöpft ist die Hitzetour nach 7:45 Std. Gehzeit (8:30 Std. Gesamtzeit) beendet. Als Belohnung erwartet uns ein Verwöhnprogramm im Hotel Alpenhof. Dessen 'Wellness- Oase' können wir nach unserer Wellness-Tour nur belächeln. - Fotoserien: Benediktenwand - Murnau am Staffelsee - Hotel Alpenhof

Montag, 7. September 2015

Südtirol 2015: Gipfeltour Weißhorn (2.317 m) über der Bletterbachschlucht in den Fleimstaler Alpen

Weißhorngipfel, 2.317 m
Eine Canyon-Wanderung in der Bletterbachschlucht (Post vom 31.08.2015) hat uns auf das Weißhorn in den Fleimstaler Alpen aufmerksam werden lassen. Die Höhe von 2.317 m ist nicht besonders imposant, aber weißer Dolomit des Gipfelaufbaus und ein Gipfelkreuz ziehen deutlich mehr Wanderer an, als der benachbarte Zwillingsgipfel des Schwarzhorns, dessen Gipfelaufbau rötlich-grauer Bozener Quarzporphyr dominiert. Die Besteigung beider Gipfel kann zu einer Tour verbunden werden, aber wir beschränken uns auf das Weißhorn und entscheiden uns für die kürzeste Aufstiegsoption, weil wir auf dem Rückweg nach Seis am Schlern eine Wanderung auf dem Steinegger Planetenweg unternehmen wollen (Post vom 7.09.2015).
Der kurze Aufstieg vom 1.989 m hohen Jochgrimm auf das 2.317 m hohe Weißhorn ist zwar teilweise steil, aber nicht schwierig. Nach nur 50 Minuten Anstieg ist das Gipfelkreuz erreicht. Die Aussicht vom Gipfelgrat ist jede Mühe wert. Um tiefer in die Bletterbachschlucht zu schauen, müssten wir noch eine Schleife anhängen, die wir für das nächste Jahr vormerken. - Fotogalerie

Sonntag, 30. August 2015

Südtirol 2015: Auftaktwanderung in Seis - Gipfeltour auf den Schlern, 2.563 m (Updata 10.08.2016)

Blick vom Schlern in Richtung Ortleralpen(?)
Auf unserer Rundreise durch Südtirol haben wir gestern unsere letzte Station erreicht und eine Ferienwohnung in der Villa Tilia in Seis am Schlern bezogen. Eine Wanderung auf den Schlern betrachen wir als 'Must-do'. Den Gipfel haben wir zuletzt vor 2 Jahren bei mäßigen Bedingungen bestiegen (Post vom 28.07.2013). Dank perfektem Sommerwetter brechen wir in diesem Jahr gleich am Tag nach der Ankunft zum Schlerngipfel auf. Frühaufsteher können mit eigenem Auto auf die Seiser Alm fahren. Ab 9:00 Uhr ist die Zufahrt für private PKW's gesperrt. Im Unterschied zu 15 € Parkgebühren in Compatsch ist der Parkplatz P1 am Sessellift zum Spitzbühl zwar gebührenfrei, aber nicht kostenlos zu haben. Gegenüber einer Wanderung ab Compatsch sind 2 x 200 zusätzliche Höhenmeter über die Kuppe des Spitzbühel zu absolvieren, so dass insgesamt 1400-1500 m im An- und Abstieg zu leisten sind. 6:20 Std. Gesamtgehzeit verlangt uns die Runde ab. - Fotogalerie

Montag, 3. August 2015

Südtirol 2015: Glurnser Köpfl (2.395 m) im 2. Anlauf - steigen, schwitzen, kämpfen und Gipfelglueck genießen

Ortlerberge im Aufstieg zum Glurnser Köpfl
Glurnser Köpfl, Obervinschgau, Reschensee
Vor 2 Jahren wollten wir das Glurnser Köpfl im Nationalpark Stilfserjoch besteigen und sind aufgrund von Orientierungsproblemen auf dem Plaschweller angekommen, ein 140 m höherer südlicher Nachbargipfel am Fallaschkamm (Post vom 4.07.2013). Wir sind gewarnt und heute besser vorbereitet. Nach 8 km kurviger Anfahrt erreichen wir den Parkplatz bei den Lichtenberger Höfen hinter dem Ausserpazin Hof in 1.535 m Höhe. 600 Höhenmeter haben wir uns erspart. 900 Höhenmeter liegen auf der Distanz von 5,3 km vor uns. Der Wanderweg Nr. 14 steigt sogleich steil an, aber das ist nur ein Vorspiel. Richtig steil wird es ab der Abzweigung vom Almenweg. Der schmale Pfad windet sich schweißtreibend zur Tschaggonhütte empor. Nach 1:15 Std. Kampf ist die Hütte in 2.105 m Höhe erreicht. Wir verschnaufen kurz, bevor wir die weniger steilen letzten 300 Höhenmeter zum Gipfel zurücklegen. Der Weg zur Hütte ist perfekt markiert. Ab der Hütte beginnt ein Verwirrspiel. Heute lassen wir uns nicht narren und wählen für die Reststrecke eine weglose Route über den Lackboden (55 Minuten ab Tschaggonhütte). Das Panorama am Gipfel ist schlicht gigantisch und belohnt jede Mühe vielfach.
Der Aufbruch nach ausgiebiger Rast fällt schwer. Auf dem Rückweg folgen wir zunächst Markierungen am Grat des Fallaschkamms, entscheiden uns aber dann wegen mehrerer Kuhherden mit frischem Nachwuchs für eine weglose Variante bis zur Tschaggonhütte. Kampf hatten wir für unseren Bedarf heute genug. Der Rückweg auf der Route des Hinwegs ist in 1:50 Std. bewältigt. (4:00 Std. Gehzeit, 5 Std. Gesamtzeit ohne Anfahrt)  - Fotogalerie - Beschreibung Berglouter