Sonntag, 15. Februar 2015

Gipfelglueck am Bluff Knoll, 1.095 m, Stirling Range Nationalpark

Bluff Knoll, 1.095 m, Sterling Range
Als Abschlusstour unserer Australienreise unternehmen wir eine Jubiläumswanderung auf den Bluff Knoll, dessen Gipfel wir im Jahr 2000 bei perfekter 360 Grad Fernsicht besucht haben.(1) Mit 1.095 m Höhe ist der Bluff Knoll die höchste Erhebung der Stirling Range und des gesamten Südens von Westaustralien.
Parallel zur 40 km weiter südlich verlaufenden Porongurup Range in der wir vor 2 Tagen gewandert sind(2) dehnt sich der Höhenzug der Stirling Range ca. 80 km nördlich von Albany über 65 km in Ost-West-Richtung aus.(3) Die Landschaft der Stirling Range weist auf überschauberer Fläche eine der weltweit höchsten Biodiversitäten aus und steht unter dem Schutz eines Nationalparks.(4)
Der 3,1 km lange Trail zum Gipfel ist gut ausgebaut und perfekt markiert. Ein Spaziergang ist die Wanderung aber nicht. Immerhin sind 650 m Höhenmeter zu bewältigen, wobei der Mittelteil des Trails durch steiles, schroffes Gelände führt (Schwierigkeitsgrad 4). Der Stirling Range ist für unberechenbares Wetter berüchtigt. Gipfel sind oft in Wolken gehüllt. Im Winter kann sogar Schnee liegen.(5) Heute sind (bis auf die Sicht) die Wetterbedingungen fast ideal. Nach 1,5 Stunden schweißtreibendem Anstieg freuen wir uns über den erfolgreichen Aufstieg und rasten ausgiebig auf dem Gipfel. (2:55 Stunden Gesamtgehzeit) - Fotogalerie

Freitag, 2. Januar 2015

Gipfelglueck auf dem Mount Wellington (1.270 m), Tasmanien (Update 18.11.2024)

Blick von 'The Springs' auf den Mount Wellington, 1270 m
Geplant war eine Tour nach Bruny Island. Nachdem wir bereits die sicher sehr attraktive Bruny Island Cruise wegen drohender Seekrankheit gecancelt haben, entschließen wir uns in Anbetracht des perfekten Bergwetters zu einer Wanderung auf den 1270 m hohen Mount Wellington, Hobarts Hausberg. Eine asphaltierte Straße führt bis auf das Gipfelplateau. Diese Option empfinden wir als unsportlich und ignorant gegenüber der faszinierenden Natur in unterschiedlichen Vegetationszonen dauf er Wanderroute. Die Straßenoption überlassen wir 'Autowanderern' und ziehen den Pinnacle Trail (Zig Zag Track) ab 'The Springs' vor.
Der Trail ist gut ausgebaut, aber keine planierte Autobahn. Ein zunächst moderater Anstieg wird in Richtung Gipfel steiler. Außer solider Kondition sind jedoch keine besonderen technischen Fähigkeiten gefordert. Vegetation am Trail spendet Schatten, sie erlaubt aber auch Ausblicke auf die Umgebung. - Fotoserie


Sonntag, 24. August 2014

Südtirol 2014 - Gipfeltour auf den Hohen Dieb, 2.730 m (Update 10.08.2016)

Nordgipfel (2.730 m) und Südgipfel (2.720 m) Hoher Dieb
Nordgipfel Hoher Dieb und Hasenöhrl
Panorama Hoher Dieb (erfordert Flash Player!)
Am sonnigen Sonntag unternehmen wir am Vinschger Nördersberg eine Wanderung auf den zweigipfligen Hohen Dieb (2.720 / 2.730 m), eine Erhebung am Zufrittkamm, der den Vinschgau vom Ultental und das Ultental vom Martelltal trennt. Aus Richtung Vinschgau liegt der Hohe Dieb hinter dem 3.257 m hohen Hasenöhrl und ist darum aus dem Vinschgau nicht zu sehen. Vermutlich aus diesem Grund befindet sich nur auf dem 10 m tieferen Südgipfel auf der Ultener Seite ein Gipfelkreuz, während auf dem höheren Nordgipfel lediglich ein Steinmann mit einer Holztafel den Gipfel markiert. Überwiegend wird bisher der Südgipfel begangen, aber seitdem der Sessellift zur Tarscher Alm nach langjähriger Unterbrechung im Juli diesen Jahres den Betrieb aufgenommen hat, zieht auch der Nordgipfel Wanderer an. - Fotogalerie

Sonntag, 17. August 2014

Südtirol 2014 - Tag der Vermoispitze (2.929 m) ist Tag des Fitnesstests

Wallfahrtskirche St. Martin über dem Vinschgau
Gestern sind wir auf einer langen Reise über 4 Alpenpässe von Zermatt zurück in den Vinschgau zum Marinushof bei Kastelbell gereist. Auch im Vinschgau ist es seit Wochen kühl und unbeständig. In den beiden nächsten Tage verspricht ein Zwischenhoch Abwechslung und bietet uns die Chance zu einer Tour auf die Vermoispitze (2.929m).(1)
Unseren Vinschger Hausgipfel haben wir über mehr als 30 Jahre mindestens schon 20 mal erobert und bereits mehrfach die Gipfeltour in Posts beschrieben.(2) Wir wissen also, was auf uns zukommt. Auf der Distanz von 4,5 km sind 1.192 Höhenmeter auf steilen und teilweise rutschigen Pfaden zu bewältigen. Kurze Passagen mit Blockwerk und einige ausgesetzte, aber ungefährliche Passagen im Gipfelbereich erfordern Trittsicherheit. Eine gute Kondition ist äußerst hilfreich. - Fotogalerie


Donnerstag, 7. August 2014

Wallis 2014 - Gipfeltour zum Wannehorn (2.669 m) bei Grächen

Wannehorn, Distelhorn, Seetalhorn aus Richtung Hannigalp
In Anbetracht der unsicheren Wetterlage planen wir von Tag zu Tag mit 3 Varianten. 'Plan A' erfordert gutes Wetter, das hatten wir ausnahmsweise gestern. 'Plan B' umfasst Touren, wenn das Wetter 'comme ci, comme ça' ausfällt, der aktuelle Standard. 'Plan C' ist der Notplan, wenn 'rien ne va plus' gilt. Wie an den meisten Tagen greift auch heute 'Plan B'. Wir unternehmen eine moderate Gipfelwanderung zum Wannehorn, dem Grächener Hausberg(1). Das 2.669 m hohe Wannehorn zählen wir nicht zu den Höhepunkten der Westalpen, aber es liegt vor unserer Tür, erfordert keine besondere Logistik und gestattet bei Bedarf einen schnellen Rückzug.
Dank Grächen Goldcard nutzen wir die Hannigalp-Gondelbahn. Wir ersparen uns 500 Höhenmeter und starten unsere Wanderung auf 2.114 m Höhe. Nur noch ca. 650 Höhenmeter liegen bis zum Gipfel vor uns. - Fotogalerie      



Donnerstag, 31. Juli 2014

Südtirol 2014 - Piz Chavalatsch (2.763 m), na endlich (Update 9.08.2016)

Blick von der oberen Stilfser Alm zum Fallatschkamm
Ein Tiefdruckgebiet schränkt unsere Wander- und Bergaktivitäten seit 10 Tagen empfindlich ein. Das Tief zieht langsam nach Osten ab (von Westen nähert sich aber bereits ein atlantisches Tief), beeinflusst aber noch immer das Wetter der Region. Gemäß Vorschau haben wir heute eine Chance, auf den Piz Chavalatsch (2.763 m) zu steigen, ein Top-Aussichtsgipfel unserer Urlaubsregion an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Am Morgen blicken wir noch auf dichte Wolkenschichten, aber wir vertrauen der Prognose und brechen frühzeitig auf. Größere Wolkenlücken reißen erst auf unserem Rückweg auf, es bleibt jedoch trocken und die Wolkenschicht liegt deutlich über uns. Von perfekten Bedingungen unserer Vorjahrestouren (Post vom 3.09.2013) sind die Verhältnisse heute weit entfernt, aber wir sind glücklich, den Gipfel erreicht zu haben. So ruhig wie heute haben wir den Gipfel noch nicht erlebt. Auf dem Gipfelplateau treffen wir ein schweizer Paar und auf dem Rückweg kommt uns ein deutsches Paar entgegen. An der oberen Stilfser Alm belohnen wir uns mit einer Einkehr. Nun reißen auch die Wolken auf. Der Tag wird noch sehr schön. Bis morgen wird das Wetter reichen. - Fotogalerie 

Mittwoch, 30. Juli 2014

Ortler ohne Gipfelkreuz! (Update: Der Ortler hat ein neues Gipfelkreuz!)

Ortlergipfel (3.905 m) mit Gipfelkreuz im Sommer 1988
Unter den Berggipfeln der Ostalpen (Alpenraum östlich der Schweiz) ist der Ortler mit einer (umstrittenen) Höhe von 3.905 m der 'König der Ostalpen'. 1988 standen wir bei traumhaftem Wetter auf dem Gipfel dieses Riesen (Post der Ortlerbesteigung 1988). Das im Verhältnis zu Größe und Bedeutung des Berges relativ kleine Gipfelkreuz ist/war auf Felsen etwas unterhalb des vergletscherten Gipfelplateaus in Richtung des Hintergrads aufgestellt.
Das Magazin des 'Deutschen Alpenvereins' zitiert in der Ausgabe 06/2012 eine Meldung der 'Dolomiten Zeitung' vom 29.08.2012 über den Verlust des Gipfelkreuzes auf dem Ortlergipfel. Zeitpunkt, Umstände und Ursachen des Ereignisses lassen sich nicht exakt fixieren, aber als wahrscheinlich gilt ein Zusammenhang mit der globalen Klimaerwärmung. Etwa zur gleichen Zeit erfährt das Gipfelkreuz auf dem Großvenediger (3.662 m) in den 'Hohen Tauern' Osttirols ein ähnliches Schicksal, worüber ebenfalls die 'Dolomiten Zeitung' informiert (Ausgabe vom 5.09.2012).
Während das Gipfelkreuz des Großvenedigers einige Tage später 'gerettet' werden konnte (ORF, 11.09.2012), ist das Ortlerkreuz in der 'Schückrinne' verschwunden. Am 12. Juni 2013 wird auf dem Ortler ein neues Gipfelkreiz aufgerichtet (Bericht Alpinschule Ortler).  

Freitag, 31. Januar 2014

La Palma 2014 - Gipfelglück auf der Tour zum Pico Bejenado, 1.854 m

Blick von der Finca auf den Pico Bejenado
Auf unserer Must-do-Liste ist die Tour auf den ‚Pico Bejenado’ mit Prioritätssternchen markiert. Abgesehen von Vulkanen gilt der ‚Pico Bejenado’ am Südrand der Caldera de Taburiente unter den vielen Gipfeln auf ‚La Palma’ als einziger richtiger Berg. Mit seiner Höhe von 1.854 m ist der ‚Pico Bejenado’ kein Riese, aber er hebt sich deutlich von seiner Umgebung ab und bietet bei entsprechendem Wetter eine riesige Aussicht.
Die befragten Wetterportale versprechen am Morgen für die relevante Region wolkenfreien Himmel und nur schwachen Wind, also optimale Bedingungen für diese Tour. Wir machen uns auf den Weg und holen uns den Gipfel. - Fotogalerie



Dienstag, 3. September 2013

Südtirol 2013 - Piz Chavalatsch (2.763 m) - sodawoll - Touren16.07. und 3.09.2013 (Update 9.08.2016)

Blick auf Ortlerberge, Marteller Berge und Suldental vom Aufstiegsweg
Der Piz Chavalatsch ist eine 2.763 m hohe, markante Erhebung des Fallatschkamms, der sich vom Stilfser Joch bis zum Glurnser Köpfl bei Glurns erstreckt. Der Bergkamm trennt das Trafoital in Südtirol, hinter dem der Ortlerhauptkamm aufsteigt, vom Münstertal in Graubünden, das von Bergen der Sesvennagruppe eingegrenzt ist. Die Grenze zwischen Italien und der Schweiz verläuft über den Gipfel des Piz Chavalatsch, der zugleich den östlichsten Punkt der Schweiz markiert. Als Wandergipfel bietet der Piz Chavalatsch eine großartige Aussichtskanzel mit 360°-Rundblick, ohne alpinistische Herausforderungen zu stellen. Auf der Tour vom 16.07. genießen wir ausgezeichnete Bedingungen. Auf der Tour vom 03.09. sind die Bedingungen perfekt. Die Fernsicht erlaubt nach Norden weite Blicke in den Alpenhauptkamm mit der Weikugel als dominierenden Berg. Im Süden überschauen wir die Orterberge. Wir erkennen im Ostern die Westdolomiten mit Schlern, Rosengarten, Marmolata und im Westen die Walliser Alpen mit der Monte Rosa, hinter der die Spitze des Matterhorns aufragt. - Fotoserie 16.07.2013 - Fotoserie 03.09.2013       

Sonntag, 18. August 2013

Südtirol 2013 - Gipfeltour von St. Martin, 1.735 m, auf die Vermoispitze, 2.923 m

Blick aus Richtung St. Martin auf die Vermoispitze, 2.929 m
Gestern sind wir aus den Walliser Alpen nach Südtirol zurückgekehrt, wo wir nun schon im Dritten Jahr Quartier im gastlichen Marinushof bei Kastelbell-Tschars beziehen. Da für heute gutes Wetter angekündigt ist, liegt nichts näher als eine Tour auf den Gipfel der Vermoispitze (2.929 m) zu unternehmen, die wir als persönlichen Hausberg im Vinschgau betrachten. Über die Jahre waren wir ca. 20x auf diesem prächtigen Panoramagipfel im mittleren Vinschgau und können die Tour daher auch im Vergleich zu Vorjahren als persönlichen Fitnesstest betrachten, der Rückschlüsse auf unsere aktuelle Leistungsfähigkeit erlaubt. - Fotogalerie