Donnerstag, 31. Juli 2014

Südtirol 2014 - Piz Chavalatsch (2.763 m), na endlich (Update 9.08.2016)

Blick von der oberen Stilfser Alm zum Fallatschkamm
Ein Tiefdruckgebiet schränkt unsere Wander- und Bergaktivitäten seit 10 Tagen empfindlich ein. Das Tief zieht langsam nach Osten ab (von Westen nähert sich aber bereits ein atlantisches Tief), beeinflusst aber noch immer das Wetter der Region. Gemäß Vorschau haben wir heute eine Chance, auf den Piz Chavalatsch (2.763 m) zu steigen, ein Top-Aussichtsgipfel unserer Urlaubsregion an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Am Morgen blicken wir noch auf dichte Wolkenschichten, aber wir vertrauen der Prognose und brechen frühzeitig auf. Größere Wolkenlücken reißen erst auf unserem Rückweg auf, es bleibt jedoch trocken und die Wolkenschicht liegt deutlich über uns. Von perfekten Bedingungen unserer Vorjahrestouren (Post vom 3.09.2013) sind die Verhältnisse heute weit entfernt, aber wir sind glücklich, den Gipfel erreicht zu haben. So ruhig wie heute haben wir den Gipfel noch nicht erlebt. Auf dem Gipfelplateau treffen wir ein schweizer Paar und auf dem Rückweg kommt uns ein deutsches Paar entgegen. An der oberen Stilfser Alm belohnen wir uns mit einer Einkehr. Nun reißen auch die Wolken auf. Der Tag wird noch sehr schön. Bis morgen wird das Wetter reichen. - Fotogalerie 

Mittwoch, 30. Juli 2014

Ortler ohne Gipfelkreuz! (Update: Der Ortler hat ein neues Gipfelkreuz!)

Ortlergipfel (3.905 m) mit Gipfelkreuz im Sommer 1988
Unter den Berggipfeln der Ostalpen (Alpenraum östlich der Schweiz) ist der Ortler mit einer (umstrittenen) Höhe von 3.905 m der 'König der Ostalpen'. 1988 standen wir bei traumhaftem Wetter auf dem Gipfel dieses Riesen (Post der Ortlerbesteigung 1988). Das im Verhältnis zu Größe und Bedeutung des Berges relativ kleine Gipfelkreuz ist/war auf Felsen etwas unterhalb des vergletscherten Gipfelplateaus in Richtung des Hintergrads aufgestellt.
Das Magazin des 'Deutschen Alpenvereins' zitiert in der Ausgabe 06/2012 eine Meldung der 'Dolomiten Zeitung' vom 29.08.2012 über den Verlust des Gipfelkreuzes auf dem Ortlergipfel. Zeitpunkt, Umstände und Ursachen des Ereignisses lassen sich nicht exakt fixieren, aber als wahrscheinlich gilt ein Zusammenhang mit der globalen Klimaerwärmung. Etwa zur gleichen Zeit erfährt das Gipfelkreuz auf dem Großvenediger (3.662 m) in den 'Hohen Tauern' Osttirols ein ähnliches Schicksal, worüber ebenfalls die 'Dolomiten Zeitung' informiert (Ausgabe vom 5.09.2012).
Während das Gipfelkreuz des Großvenedigers einige Tage später 'gerettet' werden konnte (ORF, 11.09.2012), ist das Ortlerkreuz in der 'Schückrinne' verschwunden. Am 12. Juni 2013 wird auf dem Ortler ein neues Gipfelkreiz aufgerichtet (Bericht Alpinschule Ortler).  

Freitag, 31. Januar 2014

La Palma 2014 - Gipfelglück auf der Tour zum Pico Bejenado, 1.854 m

Blick von der Finca auf den Pico Bejenado
Auf unserer Must-do-Liste ist die Tour auf den ‚Pico Bejenado’ mit Prioritätssternchen markiert. Abgesehen von Vulkanen gilt der ‚Pico Bejenado’ am Südrand der Caldera de Taburiente unter den vielen Gipfeln auf ‚La Palma’ als einziger richtiger Berg. Mit seiner Höhe von 1.854 m ist der ‚Pico Bejenado’ kein Riese, aber er hebt sich deutlich von seiner Umgebung ab und bietet bei entsprechendem Wetter eine riesige Aussicht.
Die befragten Wetterportale versprechen am Morgen für die relevante Region wolkenfreien Himmel und nur schwachen Wind, also optimale Bedingungen für diese Tour. Wir machen uns auf den Weg und holen uns den Gipfel. - Fotogalerie



Dienstag, 3. September 2013

Südtirol 2013 - Piz Chavalatsch (2.763 m) - sodawoll - Touren16.07. und 3.09.2013 (Update 9.08.2016)

Blick auf Ortlerberge, Marteller Berge und Suldental vom Aufstiegsweg
Der Piz Chavalatsch ist eine 2.763 m hohe, markante Erhebung des Fallatschkamms, der sich vom Stilfser Joch bis zum Glurnser Köpfl bei Glurns erstreckt. Der Bergkamm trennt das Trafoital in Südtirol, hinter dem der Ortlerhauptkamm aufsteigt, vom Münstertal in Graubünden, das von Bergen der Sesvennagruppe eingegrenzt ist. Die Grenze zwischen Italien und der Schweiz verläuft über den Gipfel des Piz Chavalatsch, der zugleich den östlichsten Punkt der Schweiz markiert. Als Wandergipfel bietet der Piz Chavalatsch eine großartige Aussichtskanzel mit 360°-Rundblick, ohne alpinistische Herausforderungen zu stellen. Auf der Tour vom 16.07. genießen wir ausgezeichnete Bedingungen. Auf der Tour vom 03.09. sind die Bedingungen perfekt. Die Fernsicht erlaubt nach Norden weite Blicke in den Alpenhauptkamm mit der Weikugel als dominierenden Berg. Im Süden überschauen wir die Orterberge. Wir erkennen im Ostern die Westdolomiten mit Schlern, Rosengarten, Marmolata und im Westen die Walliser Alpen mit der Monte Rosa, hinter der die Spitze des Matterhorns aufragt. - Fotoserie 16.07.2013 - Fotoserie 03.09.2013       

Sonntag, 18. August 2013

Südtirol 2013 - Gipfeltour von St. Martin, 1.735 m, auf die Vermoispitze, 2.923 m

Blick aus Richtung St. Martin auf die Vermoispitze, 2.929 m
Gestern sind wir aus den Walliser Alpen nach Südtirol zurückgekehrt, wo wir nun schon im Dritten Jahr Quartier im gastlichen Marinushof bei Kastelbell-Tschars beziehen. Da für heute gutes Wetter angekündigt ist, liegt nichts näher als eine Tour auf den Gipfel der Vermoispitze (2.929 m) zu unternehmen, die wir als persönlichen Hausberg im Vinschgau betrachten. Über die Jahre waren wir ca. 20x auf diesem prächtigen Panoramagipfel im mittleren Vinschgau und können die Tour daher auch im Vergleich zu Vorjahren als persönlichen Fitnesstest betrachten, der Rückschlüsse auf unsere aktuelle Leistungsfähigkeit erlaubt. - Fotogalerie





Sonntag, 28. Juli 2013

Südtirol 2013 - Gipfeltour von der Seiser Alm auf den Schlern, 2.563 m, das Wahrzeichen Südtirols

Schlern mit Petz und den Felstürmen Santner und Euringer
Da wir gestern von Tschars im Vinschgau in die Nähe von Völs am Schlern umgezogen sind, drängt sich eine Tour auf den von Sagen und Mythen umwobenen Schlern geradezu auf. Die exponierte Lage des Bergmassivs am Westrand der Dolomiten verspricht großartige Aussichten und je nach Wetterlage auch weite Fernsichten.
Auf den Schlern führen etliche Routen mit unterschiedlichen Anforderungen. Wir entscheiden uns für einen Aufstieg von der Seiser Alm, die per Seilbahn, mit dem Bus oder bis 9:00 Uhr auch mit dem PKW erreicht werden kann. Um unabhängig zu sein, fahren wir mit dem PKW bis Compatsch und zahlen eine stolze Parkgebühr von 14 €. Erst auf dem Rückweg werden wir gewahr, dass der etwas tiefer liegende Parkplatz 1 am Sessellift beim Gasthaus Frommer kostenlos ist. Der Sessellift zum Spitzbichl ist für Gipfelgeher kaum sinnvoll, weil keine Höhe gewonnen wird. - Fotogalerie

Montag, 22. Juli 2013

Südtirol 2013 - Gipfeltour über die Mutspitze, 2.294 m

Gratweg von der Taufenscharte zur Mutpitze
Ab Dorf Tirol befördert uns die Seilbahn Hochmuth zu den 850 m höher liegenden Muthöfen, 1.361 m, von denen wir in etwa 10 Minuten zum Meraner Höhenweg ansteigen. Nach Westen bieten die Felsbänder des Hans-Frieden-Wegs bis zur Leiteralm eine reine Genusswanderung (40 Minuten). Ab der Leiteralm beginnt ein längerer und oft steiler Anstieg auf gut ausgebauten Wegen. Wir bleiben noch eine Weile auf dem Meraner Höhenweg In Richtung Hochganghaus, bis der Weg Nr. 25 nach rechts in Richtung ‚Taufenscharte’ abzweigt. - Fotogalerie






Donnerstag, 11. Juli 2013

Südtirol 2013 - Piz Lad (2.808 m) am Dreiländereck + Gratweg als Zugabe

Gipfel Piz Lad, 2.808 m, am Dreiländereck Italien, Österreich, Schweiz
Der 'Piz Lad' (auch 'Piz Lat) war heute eigentlich nicht unser Ziel. Die Fahrt in das Rojental endet jedoch an einer Straßenbaustelle. Ein Mitarbeiter der Baukolonne erklärt freundlich, dass die Straße wegen Asphaltierungsarbeiten bis zum Mittag vollständig gesperrt sei. Kurz entschlossen disponieren wir um und fahren auf einer gepflegten Schotterpiste zur Reschener Alm, ab der wir in Richtung 'Piz Lad' gehen wollen, ein 2.808 m hoher Aussichtsgipfel im Dreiländereck von Italien, Österreich, Schweiz.
Da die Alm 2.020 m hoch liegt, ist die zu bewätigende Höhendifferenz überschaubar. Mehr Sorgen bereitet uns die Frage, ob wir auf schwierige Schneefelder treffen würden, die uns möglicherweise zur Umkehr zwingen. Die Sorgen erweisen sich als unberechtigt. Der Weg zu dem attraktiven Aussichtsgipfel verlangt zwar Anstrengungen, aber er ist ohne Schwierigkeiten zu gehen. Auf der etwas schwierigeren Abstiegsroute liegen zwar noch Schneefelder, die jedoch keine Probleme bereiten.
Aufgrund der Umstände gehen wir heute eine ungeplante Tour, die sich als eine jener Entdeckung erweist, die eine Aufnahme in unserer Favoritenliste rechtfertigt. - Fotogalerie 


Samstag, 6. Juli 2013

Südtirol 2013 - Überschreitung Spitzige Lun, 2.324 m

Gipfel Spitzige Lun, 2.342 m
Alpinisten lockt der Gipfel des Malser Hausberges 'Spitzige Lun' (2.342 m) kaum an. Als Aussichtsberg bietet die 'Spitzige Lun' jedoch ein großartiges Panorama, das mit Aufstiegen von Matsch oder von Planeil relativ leicht erreichbar ist. Die leichten Routen kennen wir bereits (Post vom 11./17.07.2012) und wählen heute den sportlichen Aufstieg von Mals.  Obwohl diese Route attraktiv ist, wird sie nur wenig begangen. Uns wundert nicht, heute alleine unterwegs zu sein, denn der Weg ist weit und der Höhenunterschied ist groß. Erst im Gipfelbereich treffen wir einige Wanderer, die auf kürzeren Routen aufgestiegen sind. - Fotogalerie





Donnerstag, 4. Juli 2013

Südtirol 2013 - Plaschweller, 2.534 m, am Fallaschkamm

Gipfelfoto auf dem Plaschweller im Fallaschkamm
Offen gestanden wollten wir zum 'Glurnser Köpfl' gehen, ein Gipfel, auf den wir vom 'Falatschhof' schauen, eine der von uns bevorzugten Unterkünfte in Südtirol. Drei Jahre haben wir uns vor der Besteigung gedrückt, weil der Weg weit und der Höhenunterschied groß ist, ohne dass der Berg mit seiner Gestalt beeindrucken könnte. Allein die Aussicht rechtfertigt die Mühe.
Heute kommt es uns fast so vor, als wenn der Berg sich beleidigt verstecken würde. Unsere Tour führt nämlich auf einen etwas höheren Nachbargipfel, den 2.534 m hohen Plaschweller, was wir dank unseres GPS erst später erkennen werden. In Anbetracht weltweiter Abhörskandale politischer Instiutionen gegen ihre eigenen Bürger und Wähler könnte der Verdacht aufkommen, dass wir bewusst in die Irre geführt werden. Natürlich glauben wir das nicht wirklich, aber Gewissheit haben wir nicht. Zeiten unschuldiger Gewissheit sind endgültig Vergangenheit. - Fotogalerie