Mittwoch, 30. August 2017

Herzogstand-Heimgarten-Überschreitung in den Bayerischen Voralpen

Wegweiser am Gratweg Wanderer am Heimgarten-Gipfel (1.790 m) Der Gratweg zwischen Herzogstand (1731 m) und Heimgarten (1790 ) in den Bayerischen Voralpen ist nicht einfach und darum selektiv, aber bei Schönwetter zieht die attraktive Route (Tourenbeschreibung) zahlreiche sportliche Wanderer an. Die Tour sind wir vor ca. 20 Jahren zuletzt gegangen, als wir noch deutlicher fitter waren und Seilbahnen oder Lifte prinzipiell vermieden haben, wenn immer es möglich war. Mittlerweile ist sparsamer Umgang mit Körnern angesagt. Seit fast 40 Jahren gehen wir auf den Herzogstand. Heute nutzen wir zum ersten Mal die Herzogstandbahn (6,50 € pP Seniorentarif) und ersparen 800 m Anstieg ab Walchensee. Von der Bergstation erreichen wir den Gipfel in 35 Min.. Das Panorama ist überwältigend, aber die Sicht ist bei fast wolkenfreiem Himmel nicht klar. Highlight der Tour ist der luftige Gratweg zwischen Herzogstand und Heimgarten (1:30 Std.). In der Kategorie T3 lt. SAC-Wanderskala erfordert der Weg Bergerfahrung und Fitness. Erfahrung fällt uns leichter als Fitness. Für den Schlussanstieg zum Gipfel nutzen wir Reservekörner, die sich dank Seilbahn sparen ließen und für 1.000 m Abstieg vom Heimgarten benötigt werden. Am Gipfel liegt die heute gut besuchte bescheidene Heimgartenhütte. Der Kontrast zum Betrieb am Herzogstandhaus kann kaum größer ein. Auch nach ausgiebiger Rast ist der Abstieg (2:20 Std.) zum Walchensee kein Spaziergang, aber er bereitet keine Probleme. Schön war's! (Ca. 500 m Anstieg, 1.300 m Abstieg, 4:25 Std. Gehzeit) - Fotogalerie

Donnerstag, 13. Juli 2017

Gipfeltour von der Seiser Alm auf den Plattkofel, 2.969 m

Plattkofel, Langkofel Mit einer Höhe von 2.969 m zählt der Plattkofel zu den leichteren Dolomitengipfeln um 3.000 m Höhe. Bestiegen sind wir den Gipfel 1990 als Intermezzo einer selbst geführten Hüttentour und waren vom Gipfelpanorama begeistert. In unserer Erinnerung ist der Anstieg auf der Normalroute ab der Plattkofelhütte (2.300 m) einfach und in wenig mehr als einer Stunde zu bewältigen. Im September 2015 wollten wir eine Jubiläumsbesteigung feiern, haben die Tour aber schließlich abgebrochen (Plattkofel-Wanderung September 2015). Bei stabilem Bergwetter eines Zwischenhochs nehmen wir heute einen neuen Anlauf und kehren kurz vor dem Gipfel um. - Fotogalerie


Freitag, 7. Juli 2017

Gipfeltour über die Seiser Alm auf den Schlern (2,.563 m) bei Panoramawetter

Wanderin auf dem Anstieg zum Schlerngipfel Der Schlerngipfel ist ein must-do unserer Aufenthalte in den westlichen Dolomiten. Die Tour ist mit 1200 m - 1300 m Höhendifferenz (jeweils im An-/Abstieg) kein Spaziergang, aber insbesondere bei gutem Wetter absolut lohnenswert. Heute ist das Wetter perfekt. Wir steigen vom Parkplatz am Spitzbühl-Sessellift über die Saltner Schwaige an und erreichen nach 2:40 Std. das Schlernhaus (2.457 m) auf dem weiten Schlernplateau. Eine Rast würde jetzt passen, aber wir verschieben sie bis zur Rückkehr vom 106 m höheren Gipfel, der in weiteren 20 Minuten zu erreichen ist. Trotz einiger Wölkchen ist die Fernsicht heute grandios. Der Andrang bleibt vorerst überschaubar, weil wir früh gestartet sind. Erst auf dem Rückweg kommt uns die Prozession entgegen. (2:40 Std. Schlernhaus, 3:00 Std. Gipfel, 2:25 Std. Rückweg ab Schlernhaus, 5:45 Std. Gesamtgehzeit) - Fotogalerie

Dienstag, 4. Juli 2017

Gipfeltour Schwarzhorn (2.439 m) in den Fleimstaler Alpen

Blick vom Jochgrimm zum Weißhorn (2.317 m)Schwarzhorn (2.439 m)Schwarzhorn und Weißhorn, Zwillingsberge der Fleimstaler Alpen, sind als grandiose Aussichtsberge bekannt.(1) Eine Tour auf das Weißhorn (2.317 m) haben wir 2015 unternommen.(2) Das angekündigte gute Bergwetter möchten wir heute für den Gipfel des Schwarzhorns (2.439 m) nutzen. Da beide Gipfel relativ schnell zu erreichen sind, winkt bei günstigen Bedingungen die Option einer Doppel-Besteigung in ca. 4-5 Stunden. Erneut zeigt sich, wie wenig Verlass auf Wetterprognosen ist. Noch am Morgen sind perfekte Bedingungen vorhergesagt. Vor Ort empfangen uns dichte, dunkle Wolken, die bis unter das Gipfelniveau reichen. Aus östlicher Richtung steigt am Vormittag Nebel auf, wie wir ihn aus der Brenta kennen, der den Schwarzhorn-Gipfel buchstäblich vernebelt. Die berühmte Aussicht ist heute abgesagt. Nach mehr als einstündiger Anreise (3) wollen wir nicht nach einem Kaffee umkehren und beginnen den Anstieg trotz enttäuschender Bedingungen. - Fotogalerie

Freitag, 2. Juni 2017

Ben Nevis, der Berg der Berge in UK

Ben Nevis Seit 2005 besetzt der Ben Nevis einen Stammplatz in unserem Schottland-Programm (Fotogalerie September 2005). Ohne Gipfeltour auf den Ben Nevis (1.344m) ist eine Reise in den westlichen Highlands für uns unvollständig. Wer Einsamkeit sucht, sollte jedoch die Tour meiden. Obwohl selbst der 17 km lange Normalweg (Walkhighlands: Ben Nevis by the Mountain Path) mit mehr als 1.300m Höhenunterschied beschwerlich ist, wandern ca. 150.000 Hiker alljährlich auf den bis zu 8 Monate im Jahr verschneiten Gipfel. Die Aussicht bleibt meistens bescheiden, denn an 300 Tagen ist der Ben Nevis in Wolken gehüllt und nur selten niederschlagsfrei. In Ferienzeiten mutiert der Normalaufstieg an Wochenenden bei sonnigem Wetter zur Prozessionsstraße. Heute haben wir jedoch weder Ferienzeiten noch Wochenende und das Wetter fällt bestenfalls mittelprächtig aus. Trotzdem wollen hunderte Wanderer auf den Gipfel. Warum? Der Ben Nevis ist der höchste Berg in UK, damit der höchste Munro und ein absolutes Must-do für Munro-Sammler, ein Volkssport in UK. Munro-Bagging mag skurril sein, gefällt uns aber. Nebenbei bietet die Wanderung Einblicke in geologische Erdgeschichte. Nach 3:15 Std. Anstieg und 3:00 Std. Abstieg belohnt uns ein Bier im Ben Nevis Inn. - Fotogalerie Ben Nevis