Dienstag, 26. Juni 1990

Walliser Viertausender 1990 - Eingehtour auf das Strahlhorn 4.190 m

Gisela und Steinböcken vor Strahlhorn und Rimpfischhorn
Das Quartier unserer sechsköpfigen Gruppe befindet sich oberhalb von Saas Fee sich in der Britannia Hütte auf 3.030 m Höhe. Von der Hütte blicken wir auf das Strahlhorn und den zackigen Gipfelgrat des Rimpfischhorns (4.199 m). Am Abend kommen Steinböcke in die Nähe der Hütte, weil sie dort Futter finden.
Am Ende der Woche ist der Gipfel des Doms das Ziel der geführten Gruppe. Zur Vorbereitung gehen wir auf einige leich- tere Viertausender und starten mit dem Strahlhorn. Ohne die vorausgesetzte  Höhenanpassung stoßen zwei Gruppenmitglieder schon heute an ihre Grenzen.





Unsere Seilschaft mit Bergführer in Randa
Abgesehen von unserem Bergführer verfügt unsere Gruppe nur über wenig bis keine Hochtourenerfahrung in den Westalpen.












Brittania Hütte
Unser Quatier der beiden ersten Tage ist die Britannia Hütte, die oberhalb von Saas Fee in der Höhe von 3.030 m ein guter Ausgangspunkt für einige Viertausender der Mischabelgruppe ist.











Aufbruch zum Strahlhorn am frühen Morgen
Friedhelm lassen wir bei der Hütte zurück, weil er laut seiner eigenen Einschätzung spürt, dass heute nicht sein Tag ist. Wahrscheinlich ist es aber eher die fehlende Höhenanpassung, die ihn kneifen lässt. Im vergangen Jahr war Friedhelm auf dem Montblanc und dachte vermutlich, leichtes Spiel zu haben. Er ist nämlich erst zum Tourenstart angereist. Immerhin zeigt er sich nun realistisch genug und widmet diesen Tag seiner fotografischen Leidenschaft.








Ansage des Bergführers beim Schwächeeinbruch
Ein weiteres Mitglied unserer Gruppe ist ebenfalls erst zur Tour aus dem Flachland angereist. Als ausdauertrainierter Sportler hat der Kamerad sich offensichtlich überschätzt bzw. den Einfluss der Höhe unterschätzt. Seine Schwierigkeiten sind nicht zu übersehen. Als auch noch Übelkeit und Erbrechen auftreten, will er alleine zurückgehen oder auf der Strecke auf unsere Rückkehr warten. Das kann unser Bergführer nicht zulassen und faltet den Kameraden so gehörig, dass wir Mitleid bekommen. Das Machtwort hat geholfen. Wir erreichen gemeinsam den Gipfel und auch wieder die Hütte, wo er dann gleich im Bett verschwindet.





 
Auf dem Gipfel des Strahlhorns
Technisch stellt der Normalweg auf den Gipfel keine hohen Anforderungen. Ohne eine ausreichende Anpassung bereitet eine Tour in dieser Höhe kein Vergnügen. Außerdem ist es sehr kalt. Der Windchill-Effekt erzeugt eine noch tiefere gefühlte Kälte, die jedoch bei Anstrengungen erträglich bleibt und sich vor allem in Pausen zeigt. Die Pausen bleiben daher bisher kurz.









Auf dem Gipfel des Strahlhorns
Der erste Tag war für alle deutlich anstrengeder als vermutet. Eine Steigerung können wir uns im Moment nur schwer vorstellen. Lediglich Friedhelm begrüßt uns ausgeruht bei Rückkehr zur Hütte. Er hat den sonnigen Tag und die gute Sicht in der Hüttenregion genossen








 

Mitglieder unserer Gruppe in der Brittania Hütte
Nach Ankunft in der Hütte gibt es endlich auch die verdiente Pause nach der Anstrengung. Bis zum Abendessen bleibt noch genug Zeit, um bei Bedarf noch ein Schläfchen zu halten.











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